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04.06.2020 | Fokus auf Schweizer Kultur

Keystone-SDA richtet Kulturnachrichten neu aus

Die deutschsprachige Kulturredaktion mit Andrea Fiedler und Miriam Lenz hat auf das Jahr 2020 hin intensiv an einem neuen Profil gearbeitet. Sie hat sich zu weiten Teilen von bestehenden Strukturen gelöst, einen neuen Umgang mit dem Kulturgeschehen entwickelt, zeigt sich sowohl in der Form wie im Inhalt spontaner, vielseitiger, lebendiger – und sie konzentriert sich mehr denn je auf das Schweizer Kulturgeschehen.

 

Dass die internationale Kultur seit Kurzem in Zusammenarbeit mit der deutschen Nachrichtenagentur DPA bestritten wird, gibt dem Ressort mehr Raum, um den Fokus verstärkt auf die heimische Theater-, Kino-, Literatur-, Musik-, Architektur-, Fotografie- und Kunstszene zu legen und die Redaktionen so auch mit mehr Eigenleistungen zu beliefern. Inhaltlich orientiert sich das Ressort an einer neu definierten, umfassenden Spartenliste. Im Detail umfasst diese die wichtigsten Veranstaltungen und Themenbereiche und lässt zudem Spielraum für das Unbekannte. 


Angepasst wurde auch die Art und Weise der Berichterstattung. Keystone-SDA richtet sich diesbezüglich nach den aktuellen Bedürfnissen der Kulturredaktionen, die auf Kurzstoff ebenso angewiesen sind wie auf ausgewählte Hintergrundgeschichten. Anstatt klassischer Besprechungen von Filmen, Büchern oder Alben schreiben die Redaktorinnen heute vermehrt Kurzbesprechungen. Das wiederum gibt Luft, um bisherige Pflichtstoffe wie etwa Veranstaltungsvorschauen neu anzugehen. Statt einer Meldung ab Communiqué wird beispielsweise ein Gespräch oder ein Porträt verfasst. 

Keystone-SDA / Magali Girardin
Keystone-SDA / Magali Girardin
Eine Brücke zwischen den Sprachregionen

 

Seit dem 1. April 2020 ist die Kulturredaktion von Keystone-SDA mehrsprachig. Neu bringt Tania Buri, langjährige Mitarbeiterin der französischsprachigen Redaktion, das kulturelle Schaffen in der Westschweiz ein und hilft, damit auch diesen Kulturraum abzudecken. Zusätzlich zu dieser Brücke zwischen den Sprachregionen setzt das Kulturressort mit der voranschreitenden Neuausrichtung auf Multimedialität. Die Redaktorinnen arbeiten eng mit der Video- und der Fotoabteilung des Hauses zusammen und bereichern ihre Geschichten durch visuelle Beiträge.


Wie solide und gleichzeitig flexibel das neue Kulturkonzept ist, zeigt sich seit Beginn der Corona-Krise besonders deutlich. Während die Pandemie gravierende Auswirkungen auf die Kulturlandschaft hat und diese zu grossen Teilen ins Internet ausgewichen ist, mit kreativen Ideen um ihr Überleben kämpfen muss oder teils sogar brachliegt, hat das Ressort sowohl den Basis- wie auch den Onlinedienst nach den implizierten Grundsätzen weitergeführt. Die Kulturberichterstattung blieb damit stets vielfältig und innovativ – und wird künftig noch stärker auf Multimedialität setzen.

Keystone-SDA / Magali Girardin
Keystone-SDA / Magali Girardin
Sommerserien

 

Im Sommer 2020 plant die Kulturredaktion eine 14-teilige Serie zum Thema Podcasts. Bereits vor der Pandemie konnte diesbezüglich von einem Hype gesprochen werden, mit dem Lockdown erlebte das Format aber eine Art zweiten Frühling. Das Thema ist aktueller denn je. Die Serie will zum einen spannende Schweizer Podcasts vorstellen. Sie soll aber auch Einblick in deren Produktion geben und das Phänomen aus der Perspektive von Machern, Medienwissenschaftlern oder Konsumenten beleuchten. Gestartet wird die Serie voraussichtlich am 6. Juli. 

 

 

Miriam Lenz, Redaktorin Ressort Kultur der Keystone-SDA